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Jane Avril, 1899. Farblithographie/Plakatpapier, 55,5 x 34,4 cm
Privatbesitz   © Foto Peter Frese
Das gesamte graphische Werk von Henri de Toulouse-Lautrec entstand am Ende eines ebenso kurzen wie intensiven Lebens. Innerhalb nur eines Jahrzehnts schuf der aus dem französischen Hochadel stammende Künstler, fasziniert von den Möglichkeiten einer damals neuen Technik, 351 meist farbige Steindrucke. Seine von japanischen Holzschnitten inspirierten Farblithographien wurden mit ihren starken Kontrasten und der Verbindung von Schrift und Bild stilistisch zum Ausgangspunkt der modernen Plakatkunst.

Der seit seinem Unfall kleinwüchsige Aristokrat verbrachte seine Zeit vorwiegend in den Cafés, Cabarets und Bordellen rund um den Montmatre und schilderte diese Umgebung ohne Überheblichkeit oder falsches Mitleid. Mit seinen ungeschminkten Szenen des mondänen Pariser Nachtlebens prägte Lautrec ganz entschieden das Bild einer legendären Zeit, der sogenannten "Belle Epoque".

Die berühmte Sammlung des Berliners Otto Gerstenberg, der vor dem ersten Weltkrieg dieses ganz außergewöhnliche Œuvre Toulouse-Lautrecs lückenlos vereinte, umfasst neben Widmungsexemplaren auch Vorzugs-, Zustands- und Probedrucke. Zusätzlich abgerundet wird diese von Professor Dr. Götz Adriani zusammengestellte Präsentation des kompletten graphischen Werks noch mit Gemälden, Pastellen und Skizzen des Künstlers. Mehr...

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit farbigen Abbildungen sämtlicher Exponate im DuMont Verlag, Köln, der in der Kunsthalle € 29,- kostet.

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