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Stille Welt - Italienische Stilleben |
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Erdbeeren, Kirschen, Trauben und Melonen
türmen sich zu Bergen; Blumensträuße, Gebinde
und Girlanden feiern die Schönheit der mediterranen Natur. Doch auch in der üppigsten Pracht
versteckt sich stets ein »Memento Mori«, spiegelt sich morbider Charme. Mit Meisterwerken von Arcimboldo, Caravaggio, Baschenis, Porpora, Recco und den anonymen Meistern von Hartford, Acquavella oder dem mysteriösen Pensionante del Saraceni zeigt die Stille Welt – Italienische Stilleben ein zu unrecht lange Zeit übersehenes Thema der italienischen Malerei. Nach der letzten großen Ausstellung italienischer Stilleben, die 1964 in Neapel gezeigt wurde, sind fast vierzig Jahre vergangen. Die wissenschaftliche Forschung ist seither vorangeschritten und viele Neuentdeckungen wurden gemacht. Die Ausstellung behandelt die verschiedenen Entstehungszentren in Italien, von der Lombardei über die Toskana bis Rom und Neapel und stellt dabei die vielfältigen Gattungen innerhalb dieses extrem reichen Genres vor. Dadurch wird ein völlig neuer Blick auf die Pracht des italienischen Barocks möglich. Gleichzeitig wird der große Unterschied zu der niederländischen und französischen Stillebenmalerei verdeutlicht. Selbst in Italien wurde die Natura Morta in den letzten Jahrzehnten nur unzureichend behandelt, da dort traditionell die Historienmalerei im Vordergrund steht. Es ist also höchste Zeit, die Vielfalt und Kreativität italienischer Stilleben des 16. bis 18. Jahrhunderts erstmals umfassend dem deutschen Publikum zu präsentieren. Viele der über 200 Gemälde aus drei Jahrhunderten italienischer Malerei werden erstmals auf einer Ausstellung gezeigt und publiziert, sind also Neuentdeckungen der Kuratorin dieses Projekts, Frau Prof. Mina Gregori aus Florenz. Zusätzlich bereichern Werke nordischer Meister wie Brueghel oder Dürer, die in Italien arbeiteten, diese Gesamtschau des italienischen Barockstilllebens. Diese groß angelegte Präsentation wird in München in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung vom 6. Dezember 2002 bis zum 9. März 2003 zu sehen sein. Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog, herausgegeben von Mina Gregori und Johann Georg Prinz von Hohenzollern. Er umfaßt ca. 400 Seiten und 270 Abbildungen und enthält Beiträge von Elisa Acanfora, Daniele Benati, Stefano Casciu, Lucilla Conigliello, Alberto Cottino, Simone Facchinetti, Mina Gregori, Anna Orlando, Franco Paliaga, Nicola Spinosa, Claudio Strinati und Alberto Veca. Der Katalog zur Ausstellung kostet in der Kunsthalle € 35,–. Buchhandelsvertrieb durch Electa, Mailand
Summary:Still World – Italian Still LifeStrawberries and cherries are heaped up in abundance; bunches of flowers ce- lebrate the beauty of Mediterranean culture. Nevertheless, even in the most luxuriant splendour, a ‘memento mori' lies concealed, reflecting its morbid charm. ‘Still World – Italian Still Life', with over 200 masterpieces from the 16th to the 18th Century, shows a facet of Italian painting which for many years has been unjustly neglected. The ex- hibition looks at the various cultural centres in Italy, from Lombardy through Tuscany to Rome and Naples, and presents the subdivi- sions within this extremely rich genre. It affords us a new view of the magnificence of Italian Baroque, at the same time demonstrating the great difference between the Italian still life and the French or Dutch paintings in this genre. This is the first extensive presentation of the variety and creativity of Italian still life to the German public. Munich: 6. 12. 2002 – 9. 3. 2003 |
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