Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung Informationen Vorschau Rückblick
  zur vorhergehenden Ausstellung: Das ewige Auge: zur folgenden Ausstellung: Mark Rothko
Goldener Halskragen mit szenischen Darstellungen aus dem Kurgan Tolstaja Mogila
4. Jahrhundert v. Christus
Dm. 31 cm
© Nationalmuseum Kiew     

Lebensgroße Rekonstruktion des "Goldenen Mannes von Issyk" nach dem Grabungsbefund
6. bis 5. Jahrhundert v. Christus
Höhe ohne Kopfbedeckung 165 cm
© Präsidentenzentrum Astana
Goldener Halsreif mit Tierstilverzierung; Männerbestattung aus dem Fürstengrab 5 von Arzan; 7. Jahrhundert v. Christus
Dm. max. 23,5 cm
© Deutsches Archäologisches Institut
Bronzene Dolche der skythenzeitlichen Tagar-Kultur; 7.-5. Jahrhundert v. Christus
L. max. 28,7 cm
© SMB, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Berlin
Die Skythen und die mit ihnen verwandten nomadischen Völker prägten vom 8. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert die Geschichte des eurasischen Steppenraums. In der vom Deutschen Archäologischen Institut und dem Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin konzipierten und organisierten Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung und dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg realisiert wurde, wird erstmals weltweit in umfassender Weise die Geschichte und Kultur dieser Reitervölker von ihren Ursprungsgebieten entlang des Jenissei bis an die Tore Mitteleuropas präsentiert. "Im Zeichen des goldenen Greifen. Königsgräber der Skythen" steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Hermann Parzinger, noch Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts und in Kürze Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Mächtige, so genannte Kurgane prägen die eurasische Steppenlandschaft. In solchen Grabhügeln wurden Könige und Fürsten unter größtem Aufwand bestattet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die bedeutendsten Prunkinventare aus den Fürstengräbern der einzelnen Regionen: neben Funden aus dem südlichen Sibirien, dem Altaigebirge, dem Südosten Kasachstans und der Region des südlichen Ural werden auch Schätze aus Kurganen östlich und nördlich des Schwarzen Meeres zu sehen sein. Neueste Grabungen haben spektakuläre Funde hervorgebracht: So haben die Dauerfrostböden in den Höhen des Altaigebirges Mumien so hervorragend konserviert, dass Tätowierungen der Haut ebenso wie Teile der Kleidung erhalten sind. Zier- und Gebrauchsgegenstände wie Waffen und Rüstungsteile oder Pferdegeschirr aus Gold und Silber, Holz, Leder oder Textilien vervollständigen das Bild einer versunkenen Epoche. Exponate aus Mittel- und Südosteuropa machen deutlich, dass bereits um die Mitte des 1. Jahrtausends vor Christus ein enger Austausch zwischen Europa und Asien stattfand, ja ein eurasischer Kulturkomplex existierte. In diesem groß angelegten Projekt wird erstmals ein umfassendes Bild der Skythen vermittelt, das uns aufgrund ihrer schriftlosen Kultur bislang in vieler Hinsicht verborgen war. Neben den archäologischen Hinterlassenschaften der Skythen werden auch neueste Forschungserkenntnisse präsentiert.

Wir danken den Museen und Institutionen aus Deutschland, Kasachstan, Rumänien, Russland, Ungarn und der Ukraine, die sich an der Vorbereitung und Durchführung des Projekts beteiligt haben. Allein durch ihre Hilfe wurde möglich, dass zahlreiche einzigartige Objekte erstmals dem deutschen und europäischen Publikum präsentiert werden können.

Für Presse-Informationen zur Ausstellung und Pressebilder zum Herunterladen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Kunsthalle. Kontakt: Leonie Mellinghoff,
Tel. 089 - 378 281 62, Fax 089 - 378 489 39, presse@hypo-kunsthalle.de

Öffnungszeiten
vom 26. 10. 2007 bis 20. 1. 2008 täglich 10 bis 20 Uhr
24. 12. geschlossen,
31. 12. bis 14 Uhr geöffnet


BEGLEITPROGRAMM
Die Ausstellung wird von vier Vorträgen begleitet, die jeweils um 18 Uhr diesmal im Maximiliansaal der Hypo-Vereinsbank, Kardinal- Faulhaber-Straße 1 (Eingang Ecke Prannerstraße) stattfinden. Beim Erwerb einer Eintrittskarte zur Ausstellung in der Kunsthalle kann man kostenlos eine Karte für einen der Vorträge erhalten. Platzreservierungen sind leider nicht möglich.

7. 11. 2007 Arzan 2. Frühskythischer Fürstenkurgan aus Tuva (Südsibirien) Dr. Anatoli Nagler
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts für Skythenforschung und Vor- und Frühgeschichte Zentralasiens und Sibiriens, Berlin
13. 11. 2007 Krankheit und Tod bei den Skythen Eurasiens Prof. Dr. Dr. Michael Schulz
Abteilung Anatomie und Embryologie, Bereich Humanmedizin/ Universität Göttingen
20. 11. 2007 Der Goldfund von Vettersfelde – skythischer Einfluss in Europa Dr. Manfred Nawroth
Kustos am Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
27. 11. 2007 Der Krieger aus dem Eis. Ein neuer skythenzeitlicher Grabfund aus der Permafrostzone des mongolischen Altaigebirges Prof. Dr. Hermann Parzinger
Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts, Berlin

Film
Im Videoraum der Ausstellung wird täglich von 10 bis 20 Uhr der Film "Das Geheimnis der Eismumie" (ca. 45 Minuten) gezeigt. Der Film wurde in der Reihe »Schliemanns Erben« vom ZDF im Jahr 2007 produziert.
Redaktion: Dr. Gudrun Ziegler
Konzeption: Gisela Graichen
Regie: Peter Prestel


FÜHRUNGEN
Im Zeichen des goldenen Greifen – Königsgräber der Skythen ist mit 6000 Exponaten die bisher umfangreichste Ausstellung, die je in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung gezeigt wurde. Nur aufwendige Einbauten und ein festgelegter Rundgang ermöglichen die Präsentation dieser sensationellen Schau. Ein Höhepunkt ist die perfekt erhaltene Mumie aus einem Fürstengrab, das im Permafrostboden Ostsibiriens entdeckt wurde. Aus konservatorischen Gründen können immer nur wenige Besucher gleichzeitig in den gekühlten Raum der Mumie.
Um für Einzelbesucher und Gruppen gleichermaßen ein ungestörtes Ausstellungserlebnis zu ermöglichen, ist die Benutzung von Mikrofon und Kopfhörersystem für alle Gruppen obligatorisch. Daher ist die rechtzeitige, schriftliche Anmeldung für jede Führung unabdingbar! Die Gruppengröße ist auf maximal 20 Personen pro Führung und die Dauer der Führung auf höchstens 90 Minuten festgelegt.
Gruppenführungen sind nur möglich dienstags bis samstags und können nur an Werktagen von 10 bis 17 Uhr angemeldet werden.

Anmeldung: Telefon 089-22 44 12 oder per email kontakt@hypo-kunsthalle.de

Führungen der Volkshochschule
(Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich)
Mo und Sa: 11.30 Uhr
Di, Do und Fr: 15.30 Uhr
Mi: 18.30 Uhr

Audioführung von Antenna Audio
Zur Ausstellung ist eine Audioführung von Antenna Audio erhältlich
Erwachsene: € 5,00
Schüler und Studenten: € 3,50
Familien mit Kindern: € 10,00 pro Familie


Kinderführungen
werden in Zusammenarbeit mit dem MPZ durchgeführt und finden jeden Mittwoch von 15 bis 16 Uhr statt.
Die Kinder sollten im Alter von 6 bis 12 Jahren sein und vorher angemeldet werden. Der Eintritt inklusive Führung beträgt pro Kind € 5,–. Anmeldung siehe oben.

Schulklassen
dürfen nur zu den Sonderöffnungszeiten dienstags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 10 Uhr als Gruppe die Ausstellung besuchen. Die Sonderöffnung gilt nur für angemeldete Gruppen! Anmeldung siehe oben.

Abendveranstaltungen nach 20 Uhr
können täglich von 10 bis 17 Uhr gebucht werden. Informationen zur Anmeldung siehe oben.

Anfahrt, Café, Shop...      

Faltblatt zum Ausdrucken im PDF-Format

Zur Ausstellung ist ein Katalog bei Prestel erschienen; die broschierte Ausgabe kostet in der Kunsthalle 25,- €