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Filmtrailer

Öffnungszeiten
13. Mai – 4. September 2011
täglich 10 bis 20 Uhr

25. Juni: UniCredit Festspiel-Nacht
Kunsthalle ab 17 Uhr geschlossen


Eintrittspreise
Regulär: € 9,– Gruppen (ab 10 Personen)
und Rentner: € 8,–
Schüler, Studenten (unter 30 Jahren) und Arbeitslose: € 4,–
→ weitere Ermäßigungen

Führungen
Öffentliche Führungen der Volkshochschule:
Mo, Sa: 11.30 Uhr
Di, Do, Fr: 15.30 Uhr
Mi: 18.30 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Führung kostet € 6,– pro Person,
zzgl. Eintrittspreis in die Ausstellung.
→ Führungen für private Gruppen

Audioführung
von Antenna Audio (€ 5,–/ermäßigt € 3,50 zzgl. Eintritt in die Ausstellung)

Kinderprogramm

Begleitprogramm

Abendveranstaltungen

Anfahrt

Café Kunsthalle

Museumsshop

Ausstellungskatalog
Preis in der Kunsthalle: € 29,–

Faltblatt



 

Philipp Otto Runge
Der große Morgen, 1809
Öl/Leinwand, 152 x 113 cm
Hamburger Kunsthalle
 

Philipp Otto Runge
Die Hülsenbeckschen Kinder, 1805/06
Öl/Leinwand, 131,5 x 143,5 cm Hamburger Kunsthalle
 

Philipp Otto Runge
Die Hülsenbeckschen Kinder, 1805
Feder in schwarz über Bleistift, 55,1 x 61 cm
Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett
 

Philipp Otto Runge
Selbstbildnis mit braunem Kragen,
um 1802, Öl/Leinwand, 37 x 31,5 cm
© Hamburger Kunsthalle und Runge Erben
 

Philipp Otto Runge
Arions Meerfahrt, 1809
Feder in Schwarz, Aquarell, 50,6 x 118,4 cm
Hamburger Kunsthalle
 

Philipp Otto Runge
Der Triumph des Amor, 1802
Öl/Leinwand, 66,5 x 172 cm
Hamburger Kunsthalle
 

Philipp Otto Runge
Die kleine Perthes, 1805
Öl/Leinwand, 143,5 x 95 cm
Klassik Stiftung Weimar, Museen
 

Philipp Otto Runge
Die Freuden der Jagd, 1808/09
Aquarell/Papier, 96 x 63 cm
Hamburger Kunsthalle
 

Philipp Otto Runge
Hund, der den Mond anbellt
Weiße Scherenschnitte/blauem Papier, 2,4 x 3,8 cm (oben), 3,95 x 2,9 cm (unten)
Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett


Alle Abbildungen der Hamburger Kunsthalle
bpk/Elke Walford und Christoph Irrgang
 
  Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München zeigt den Romantiker Philipp Otto Runge (1777–1810). Mit seinem künstlerischen Werk wird er erstmals außerhalb Hamburgs in einer umfassenden Retrospektive vorgestellt. Fast 300 Werke präsentieren nahezu das gesamte Oeuvre dieses jung verstorbenen Genies.
Runge gilt neben Caspar David Friedrich als wichtigster Begründer der Kunst der deutschen Romantik.

25 Gemälde, über 200 Zeichnungen und 50 Scherenschnitte erlauben einen Blick in den Kosmos Runge. Sein Streben nach einer neuen Kunst, seine Versuche, für die Ära um 1800 eine adäquate bildnerische Ausdrucksform zu finden, kulminieren in seinem grafischen Hauptwerk zu den Tageszeiten (ab 1803) und dem berühmten Gemälde »Der Große Morgen« (1809). Daneben geben die Porträts ihm nahestehender Freunde und Familienmitglieder tiefe Einblicke in seine Biografie. Die Vielzahl von Skizzen und Zeichnungen, mit denen der Künstler Themen umkreist, erweist sich als Schlüssel zu einem komplexen Bild- und Kunstverständnis.

Runge war von der Vision beseelt, Malerei, Dichtung, Musik und Architektur in einem Gesamtkunstwerk zu vereinen und betrat damit künstlerisches Neuland. Mit seinen Gemälden versucht er dem zyklischen Naturverständnis der Romantik ein Bild zu geben. Aber auch viele Selbstbildnisse stellen ein eindringliches Zeugnis seiner intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Person dar, was ihm Ausgangspunkt für ein Verständnis von Transzendenz und Kosmos ist. Mit Kinderdarstellungen, insbesondere Gemälden wie »Die kleine Perthes« (1805) oder die »Die Hülsenbeckschen Kinder« (1805) begründet Runge einen neuen Blick auf das heranwachsende Individuum in der Kunst. Die fragilen Scherenschnitte, Meisterwerke in Naturgenauigkeit wie Abstraktion, dokumentieren seine Vielseitigkeit.

Diese Retrospektive gliedert sich in zehn Abschnitte, die teilweise nach gattungsspezifischen, teilweise nach thematischen und medialen Gesichtspunkten geordnet sind: Auftakt bilden die Selbstbildnisse sowie Runges Frühwerk und Arbeiten aus seiner Akademiezeit, gefolgt von ersten eigenständigen Kompositionen. Im Kapitel »Bild und Rahmen« geht es um seine Auseinandersetzung mit der romantischen Arabeske. Kern der Ausstellung bildet das Thema der vier Zeiten als Schlüssel zu seinem bildnerischen Denken. Ein Exkurs widmet sich Runges Farbenlehre, bevor als Höhepunkt die Porträts des Künstlers zu sehen sind. Es folgen religiöse Werke und Illustrationen zu literarischen Vorlagen; abschließend werden seine Scherenschnitte und Schattenrisse in großer Fülle ausgebreitet. Darüber hinaus dokumentieren die Ergebnisse eines Forschungsprojekts der Restaurierungsabteilung der Hamburger Kunsthalle neueste Erkenntnisse zur Maltechnik von Philipp Otto Runge.

Aufgrund der besonderen Fragilität seiner Werke ist Runges Kunst außerhalb Hamburgs selten gezeigt worden. Anlässlich des 200. Todesjahrs des Künstlers haben Markus Bertsch, Jenns Howoldt und Andreas Stolzenburg, Kuratoren der Hamburger Kunsthalle, diese umfangreiche Ausstellung für Hamburg und München erarbeitet. Nach dem großen Erfolg der Retrospektive in Hamburg, wo sie vom 3. 12. 2010 bis 13. 3. 2011 zu sehen war, freuen wir uns ganz besonders diesen wegweisenden Neuerer der Romantik erstmals in großem Umfang in München vorstellen zu können. Im Hirmer Verlag München ist ein umfassender Katalog mit Abbildungen aller ausgestellten Werke erschienen.