Emil Nolde und die Südsee
Ausstellung in der Hypo-Kunsthalle München
23. März - 26. Mai 2002

 


Konzept:
Ingried Brugger, Manfred Reuther

Kuratoren & Organisation:
Evelyn Benesch, Andreas Fluck, Christiane Lange, Manfred Reuther, Angelika Scholz

Katalog:
hrsg. von Ingried Brugger, Johann Georg Prinz von Hohenzollern, Manfred Reuther.
Mit Beiträgen von Ingried Brugger, Andreas Fluck, Christiane Lange, Manfred Reuther und Gabriele Weiss. 368 Seiten, zahlreiche Farb- und SW-Abbildungen. Hirmer Verlag München. ISBN: 3777492205, EUR 51,-   (Amazon.de)

Emil Nolde reiste im Rahmen einer demographisch-medizinischen Forschungsexpedition des Reichskolonialamtes von Oktober 1913 bis September 1914 in die Südsee. Gezeigt werden neben Noldes vor Ort in den Tropen entstandenen Gemälden und einer repräsentativen Auswahl aus dem großen Konvolut an Aquarellen und Zeichnungen auch Arbeiten, die während der Anreise der Expedition durch Russland, Sibirien, Japan und China entstanden sind. Diese Gruppe wird um Beispiele für Noldes Auseinandersetzung mit dem Primitivismus in den Jahren vor der Südsee-Reise sowie um seine künstlerische Rezeption der Reise in den Jahren danach erweitert.

Die Ausstellung umfasst rund 40 Gemälde und 200 Aquarelle. Begleitet wird die Ausstellung von Exponaten aus dem Völkerkundemuseum in München, das freundlicherweise Skulpturen und Geräte aus der ehemaligen deutschen Kolonie Neuguinea zur Verfügung stellt.

Chronologie der Forschungsexpedition:

2. Oktober 1913: Abschiedsfeier der Expeditionsteilnehmer mit Freunden.

3. Oktober 0:32 Uhr Abfahrt von Berlin, Bahnhof Zoo, mit dem Fernzug über Warschau nach Moskau.

7. Oktober: Abreise mit der Transsibirischen Eisenbahn: Ural – Sibirien – Baikalsee – Mandschurei.

4. November: Von Kobe nach Nagasaki in sechstägiger Fahrt über das gelbe Meer nach China.

16. November: Fahrt auf dem Jangtsekiang und Hanfluß.

2. Dezember: Kurzer Aufenthalt in Manila. Weiterfahrt durch die philippinische Inselwelt in den Pazifischen Ozean.

13. Dezember: Ankunft in Rabaul auf Neu-Pommern, damalige Hauptstadt des Schutzgebiets Deutsch-Neuguinea.

24. Dezember: "Weihnachtsabend bei dieser Wärme!"

28. Januar 1914: Nolde erkrankt an einer Amöben Dysentrie.

1. März: An Bord der "Manila" der Singapur-Neuguinea-Linie des Norddeutschen Lloyd.

30. Mai: Ankunft auf Celebes und Weiterfahrt nach Surabaya.

21. Juni: Mit dem Dampfer von Batavia nach Singapur.

25. Juni: Abends mit dem Zug von Singapur nach Penang in Malaysia, mit einem englischen Schiff nach Pangun, mit dem Zug über Pegu nach Mandalay, mehrtägiger Aufenthalt.

3. August: Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich. Nolde und seine Frau geben sich als Dänen aus und wechseln auf den holländischen Dampfer "Bandoeng".

17. August: Ankunft in Genua. Mit dem Zug über Mailand, Zürich, München nach Berlin.

7. September Ankunft in Berlin


Noldes Reise in die Südsee ist mehr als eine biographische Episode, mehr als reine Reise- und Abenteuerlust, auch wenn sie als solche den menschlichen, geistigen und künstlerischen Horizont des Künstlers nachhaltig geprägt hat. Sein Interesse an den Eingeborenen, an ihrem Leben, Denken, Fühlen und an ihren kunsthandwerklichen Produkten war tiefgreifender – es war ein epochaltypisches Interesse, das mit ihm eine ganze Generation von Künstlern in seinen Bann geschlagen hat.

Mehrfach täglich wird ein Dokumentarfilm über das Leben und Werk Emil Noldes gezeigt.
 
 
Anlässlich der Ausstellung "Emil Nolde und die Südsee" (23.3.-26.5.2002) laden die Stiftung Literaturhaus und die Kunsthalle der HypoKulturstiftung zu einer begleitenden Vortragsreihe ein. Die Vorträge finden jeweils um 18 Uhr im großen Vortragssaal des Literaturhauses, Salvatorplatz 1, statt. Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte zur Ausstellung erhalten Sie an den Kassen der Kunsthalle auf Anfrage eine kostenlose Karte für die Vorträge.

Dienstag
9. April 2002
"Zu Leben und Werk Emil Noldes"
Dr. Manfred Reuther
Direktor der Nolde Stiftung Seebüll

Dienstag
23. April 2002
"Von der Steinzeit in die Moderne - Papua Neuguinea heute"
Werner vom Busch
Chefredakteur Ring Nordbayerischer Tageszeitungen,
Mitbegründer der Times of Papua New Guinea

Dienstag
14. Mai 2002
"Kunst und Kultur im Bismarck Archipel"
Dr. Michaela Appel
Leiterin der Ozeanien Abteilung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München



Emil Nolde und die Südsee

Ausstellungsort/ Veranstalter: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstr. 8, D-80333 München
Direktor: Dr. Johann Georg Prinz von Hohenzollern
Konzept: Ingried Brugger, Manfred Reuther
Kuratoren & Organisation: Evelyn Benesch, Andreas Fluck, Christiane Lange, Manfred Reuther, Angelika Scholz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Alexandra v. Reitzenstein
Presseanfragen: presse@hypo-kunsthalle.de
Ausstellungsdauer: 23. März - 26. Mai 2002
Auskünfte/Rückfragen: Tel.: +49-89-378 281 -62/-64,
Fax: +49-89-29 16 09 81
kontakt@hypo-kunsthalle.de
Öffnungszeiten: Täglich 10 - 20 Uhr
Eintrittspreise: Regulär: € 7,-
Gruppen ab 10 Personen und Rentner: € 6,-
Schüler/Studenten/Arbeitslose: € 4,-
Schüler klassenweise (Ausnahme Fach-/ Berufsschüler): € o,50
Zusätzliche Ermäßigungen: Kleine Couponkarte:
40 Coupons à € o,50 zu € 15,- = 25% Rabatt
Große Couponkarte:
80 Coupons à € o,50 zu € 25,- = 37,5% Rabatt
(Die Coupons sind frei übertragbar)

Blauer Montag:
An jedem Montag, der nicht auf einen Feiertag fällt, reduzieren sich alle Eintrittspreise um die Hälfte.
Führungen:
Öffentliche Führungen:
Mo11:30 Uhr
Di - Fr11:30 und 15:30 Uhr
Sa11:30 Uhr
Keine Führungen am Sonntag!
Eigene Führungen sind nach vorheriger Anmeldung (Tel. +49-89-22 44 12; Fax +49-89-29 16 09 81) von Montag bis Samstag zu den Öffnungszeiten möglich; Sonderführungen (auch in englisch) können unter derselben Nummer gebucht werden.
 

 

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