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![]() Louis Camille d’Olivier, Weiblicher Akt, 1858 Albuminpapier, 18 x 12 cm, © Bibliothèque Nationale de France Münchner Stadtpanorama von 1858 mehr Bilder... |
Wie kein anderes Medium, hat die Fotografie die
künstlerische Wahrnehmung im 19. Jahrhundert
beeinflusst und damit grundlegende Veränderungen
in der bildenden Kunst bewirkt.
Ungeachtet der Vorurteile, die der Fotografie
zunächst anhafteten, wurde sie als Vorlagenstudie
und Modellersatz für Architekten, Maler,
Bildhauer oder Zeichner dennoch schnell zu
einem unentbehrlichen Hilfsmittel. Zugleich
diente sie der präzisen Naturbeobachtung und
als eine Art Korrektiv der menschlichen Wahrnehmung
bei der Wiedergabe von Licht und
Perspektive.
Imitierten die ersten Fotografien gleichsam
noch die Sujets der Malerei, so öffnete dieses
neue Medium gleichzeitig eine neue Sehweise,
die sich unmittelbar in der bildenden Kunst niederschlug.
Dieser spannenden Wechselbeziehung
widmet sich erstmals seit 25 Jahren wieder
eine Ausstellung im deutschsprachigen Raum.
Dr. Ulrich Pohlmann, Leiter des Fotomuseums im
Münchner Stadtmuseum, kuratiert dieses Projekt.
Anhand der verschiedenen Sujets, von der
Landschaft über Porträt und Akt bis hin zur Bewegungsstudie,
machen ca. 260 Fotografien sowie
40 Gemälde und Zeichnungen den Dialog
zwischen Fotografie und Malerei nachvollziehbar.
Gleichzeitig wird an den ausgewählten Beispielen
aus der Pionierzeit der Fotografie von
1840 bis 1890 deutlich, wie sich innerhalb von nur
50 Jahren eine eigenständige Bildwelt und
Ästhetik in allen Genres entwickeln konnte.
Der Katalog zur Ausstellung erscheint im
Verlag Schirmer/Mosel, München... mehr
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