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Nay - Variationen

Retrospektive zum 100. Geburtstag
Anlässlich des 100. Geburtstags von Ernst Wilhelm Nay, am 11. Juni diesen Jahres, veranstalten die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München und das Kunstmuseum Bonn eine umfassende Retrospektive dieses wichtigen deutschen Künstlers. Sie wird in der Zeit vom 27. September bis zum 24. November 2002 in München und in der Zeit vom 19. Dezember 2002 bis zum 16. Februar 2003 in Bonn zu sehen sein.

Der Maler Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) gehört zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk hat nicht nur maßgeblich zur Etablierung der Moderne in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen, sondern zeigt auch beispielhaft Reaktionen auf die Probleme des Künstlerschicksals und die Geschichte in Europa seit den dreißiger Jahren.

Das Konzept der Ausstellung geht über die Konvention einer Jubiläumsausstellung insofern hinaus, als sie nicht alleine auf die Präsentation einzelner Meisterwerke setzt. Zum ersten mal wird hier das Prinzip der Variation, das seit den dreißiger Jahren im Werk des Malers zu beobachten ist, zur Grundlage einer Nay Retrospektive gemacht. Anhand von Werkreihen ähnlicher formaler und inhaltlicher Motive wird der Besucher der Ausstellung unmittelbar zum Zeugen von Nays bildnerischem Denken.

    »(. . .) ich arbeite ja immer sozusagen eine Serie durch, d. h. schließlich an vielen Bildern gleichzeitig, die sich dadurch gegenseitig steigern. (. . . ) Jetzt ist die Möglichkeit zur Variation nahezu unbegrenzt. Und die Kunst bleibt immer in der Lage der geistigen Kraft.« (Nay, 1958)


Die Schau zeigt Variationen typischer Bildmotive aus allen Schaffensperioden Nays. Insgesamt werden 122 Werke zu sehen sein. Der Künstler erscheint dadurch nicht nur als ein bedeutender Farbenmaler, sondern auch als ein reflektierter, sich theoretisch absichernder Künstler, der immer wieder neue Experimente einging. Diese betrafen die Stellung des Bildes in der Moderne nach dem Krieg, die Fragen von Komposition, Rhythmus und Gleichnishaftigkeit des Bildes zum menschlichen Leben und zum Kosmos insgesamt.

Als Kurator konnte für dieses Projekt Prof. Dr. Siegfried Gohr gewonnen werden. Unterstützt wird die Retrospektive von Frau Elisabeth Nay-Scheibler, der Witwe des Künstlers, die seinen Nachlass verwaltet.

Ausstellungsbegleitend wird ein Film des Bayerischen Fernsehens mit persönlichen Stellungnahmen des Künstlers zu seinem Werk zu sehen sein:

    E. W. Nay – Vom Gestaltwert der Farbe, 1974, 36 min.



Nay - Variationen
Retrospektive zum 100. Geburtstag
27. September - 24. November 2002 in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
 
Ausstellungsort/ Veranstalter: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstr. 8, D-80333 München
Direktor: Dr. Johann Georg Prinz von Hohenzollern
Kurator: Prof. Dr. Siegfried Gohr
Organisation: Dr. Christiane Lange
Ausstellungsdauer: 27. September - 24. November 2002
Auskünfte/Rückfragen: Tel.: +49-89-378 281 -62,
Fax: +49-(0)89-378 489-39
www.hypo-kunsthalle.de,
kontakt@hypo-kunsthalle.de
Presseanfragen: presse@hypo-kunsthalle.de
Öffnungszeiten: Täglich 10 - 20 Uhr
Eintrittspreise: Regulär: € 6,-
Gruppen ab 10 Personen und Rentner: € 5,-
Schüler/Studenten/Arbeitslose: € 3,-
Schüler klassenweise (Ausnahme Fach-/ Berufsschüler): € 0,50
Zusätzliche Ermäßigungen: Couponkarten (die Coupons sind frei übertragbar):
Kleine Karte:
40 Coupons à € 0,50 zu € 15,- = 25% Rabatt
Große Karte:
80 Coupons à € 0,50 zu € 25,- = 37,5% Rabatt
Blauer Montag:
An jedem Montag, der nicht auf einen Feiertag fällt, reduzieren sich alle Eintrittspreise um die Hälfte.
Führungen:
Öffentliche Führungen der Volkshochschule
(6,- € zuzüglich Eintrittskarte):
Mo11:30 Uhr
Di11:30 und 15:30 Uhr
Mi11:30 Uhr
Do11:30 und 15:30 Uhr
Fr11:30 Uhr
Sa11:30 Uhr
Eigene Führungen sind nach vorheriger Anmeldung (Tel. +49-89-22 44 12; Fax +49-89-29 16 09 81) möglich; Sonderführungen (auch in englisch) können unter derselben Nummer gebucht werden.
 
Katalog: Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im DuMont Verlag, Köln;
herausgegeben von Prof. Dr. Siegfried Gohr, Dr. Johann Georg Prinz von Hohenzollern und Prof. Dr. Dieter Ronte;
mit Beiträgen von Magdalene Claesges, Siegfried Gohr, Christiane Lange, Elisabeth Nay-Scheibler, Christoph Schreier und Friedrich Weltzien.

Der Katalog umfasst ca. 250 Seiten und 122 Farbabbildungen. Er kostet in der Kunsthalle € 22,--. Der Preis der Buchhandelsausgabe beträgt € 48,--.

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