Carl Larsson "Brita und ich", 1895 Aquarell, 64 x 28 cm; © Göteborgs Konstmuseum zum Carl Larsson Haus |
Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung zeigt über die Weihnachtszeit vom 18. November 2005 bis
zum 5. Februar 2006 die Ausstellung "Carl Larsson - Ein schwedisches Märchen" Carl Larsson gehört zu den bekanntesten Künstlern Schwedens und auch zu jenen, die europäischen Ruhm erlangt haben, wenn hier auch vorwiegend als Illustrator und Zeichner. Sein Buch "Das Haus in der Sonne" wurde allein in Deutschland mehr als 650 000 mal verkauft. Erstmals wird mit der Ausstellung in der Kunsthalle jedoch sein ganzes Schaffen außerhalb von Schweden präsentiert. Mit zahlreichen Aquarellen, Gemälden, Ölstudien und Zeichnungen ist Carl Larsson in München zu entdecken. Seinerzeit nicht nur ein gefragter Portraitmaler und Schöpfer monumentaler Werke, versuchte Larsson, in seinem Haus in Sundborn Kunst und Leben im Sinne eines Gesamtkunstwerks zusammenzuführen. In der Kunsthalle werden daher einzelne Räume dieses Hauses in Sundborn nachgestaltet, um die Atmosphäre von Larssons Heim "Lilla Hyttnäs" nachvollziehbar werden zu lassen. Neben den Kunstwerken aus dem Haus sind auch vom Künstler entworfene Möbel, wie Schaukelstuhl oder Bett zu sehen. Außerdem zeigt die Ausstellung Textilien und andere kunstgewerbliche Arbeiten nach Entwürfen von Karin Larsson, der Frau des Künstlers. Jeder der Schweden kennt, besonders die Heimat Larssons in der Provinz Dalaarna und dort den Zauberort Sundborn wird von der Kunst Larssons fasziniert. Bis heute existiert die Traumwelt "Lilla Hyttnäs" als Familienmuseum - nicht museal präsentiert, sondern so belassen wie nach Carl Larssons Tod. Bis heute wird das Haus zeitweise von der Familie und Freunden bewohnt. Die Atmosphäre dieses Zentrums seines künstlerischen Schaffens, das jährlich hundertausend Pilger anzieht, wird nun drei Monate in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung zu erleben sein. Carl Larsson, 1853 geboren, stammt aus ärmlichen Verhältnissen und verdient zunächst seinen Lebensunterhalt mit Retuschierarbeiten und Illustrationen. Zwischen 1877 und 1889 reist er wiederholt nach Frankreich, wo er sich zuerst in Barbizon und ab 1882 in Grez-sur-Loing, einem damals bei skandinavischen Künstlern beliebten Ort, aufhält. In dieser Zeit entstehen an Corot erinnernde Landschaften mit denen das große Talent des noch jungen Schweden ersichtlich wird. Hier begegnet er auch der Malerin Karin Bergöö, die bald seine Frau wird. Die gemeinsame Rückkehr nach Schweden stellt einen Wendepunkt in Larssons Leben dar. Der Schwiegervater schenkt dem Paar 1888 das Haus in Sundborn, in dem die acht Kinder des Paares aufwachsen. Familie und häusliches Umfeld stehen nun im Zentrum seiner künstlerischen Arbeit, von der Larsson inzwischen gut leben kann. Neben Genreszenen aus dem von ihm geschaffenen Idyll, ist der Künstler aber auch ein gefragter Portraitist. Aufträge für Monumentalwerke wie beispielsweise für Oper und Nationalmuseum in Stockholm verdeutlichen seine gesellschaftliche Anerkennung. Zwei Tage vor seinem Tod am 22. Januar 1919 beendet Carl Larsson seine Autobiographie "Jag" ("Ich"). Zusammen mit seiner geliebten Karin und allen Kindern ruht er heute auf dem Friedhof in Sundborn. Wie im Leben hat er alle um sich. Öffnungszeiten, Preise, Anfahrt, Führungen, Café, Shop... Faltblatt Ausstellungsbegleitende Vorträge Führungen für Kinder Katalog bei Hirmer Hörbeispiele der Audiotour zurück zu den Kunsthallenseiten |