Gestaltung: FRESE München
    Vorträge im Rahmen der Ausstellung Gauguin, van Gogh bis Dalí
  • Die Vorträge finden im großen Vortragssaal des Literaturhauses München, Salvatorplatz 1 statt.
  • Die Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr und dauern ca. 1 Stunde.
  • Beim Erwerb einer Eintrittskarte zur Ausstellung in der Kunsthalle kann man kostenlos eine Karte für einen der Vorträge erhalten.
  • Die Sitzplätze sind nicht nummeriert; nach 17.45 Uhr besteht auch mit Karte kein Anspruch auf Einlass. Stehplätze sind aus feuerpolizeilichen Gründen nicht gestattet.



Dienstag, 30. November 2004
Folkwang – Die Ästhetisierung des Lebens

Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor Museum Folkwang

Karl Ernst Osthaus ist vor allem durch seine Sammlung außerordentlicher Werke der Moderne bekannt geworden. Weniger bekannt ist, dass er die Kunst als Bestandteil einer weit umfänglicheren Lebensreform konzipiert und verwirklicht hat. Diese Ansätze zu einer Umgestaltung der gesamten Lebenswelt standen bei ihm unter dem Vorzeichen des von Nietzsche geprägten Ästhetizismus der Jahrhundertwende. Diskutiert wird, wie weit diese Stilisierung des Lebens im Zeichen des Jugendstils als Vorläufer der heutigen Lifestyle-Bewegungen anzusehen ist.


Dienstag, 23. November 2004
›Ein Himmelszeichen für die junge Kunst‹ – Emil Nolde und das Folkwang

Dr. Christiane Lange, Kuratorin Kunsthalle

Für den noch unbekannten Künstler Emil Nolde bedeutete die Begegnung mit Karl Ernst Osthaus eine entscheidende Wende in seinem Leben. Der Mäzen kaufte sofort ein Bild des Malers, stellte ihn im März 1906 erstmals im Folkwang aus und lockte ihn mit einer Art Stipendium in seine geographische Nähe, woraus sich eine gegenseitig befruchtende lebenslange Freundschaft entwickelte.


Dienstag, 9. November 2004
Verlust und Gewinn – Die Aktion ›Entartete Kunst‹ und ihre Folgen bis in die Gegenwart

Dr. Mario-Andreas von Lüttichau, Oberkustos Museum Folkwang

Der Aktion "Entartete Kunst" folgte der Ausverkauf der Klassischen Moderne. Der Verlust der Museen in Deutschland bedeutete Zuwachs der Sammlungen in Basel, Lüttich, St. Louis, New York und vielen anderen Museen. Der Vortrag stellt die unglaubliche Geschichte nationalsozialistischer "Kulturpolitik" vor und beleuchtet deren Folgen, die bis heute Gültigkeit haben.


Dienstag, 26. Oktober 2004
Monet bis Matisse – Klassische Moderne in deutschen Museen

Dr. Johann Georg Prinz von Hohenzollern, Direktor Kunsthalle

Einzelne Museumsdirektoren und Kunstsammler, wie Hugo von Tschudi in München und Berlin, Harry Graf Kessler in Weimar oder Karl Ernst Osthaus in Hagen, entwickelten um die Jahrhundertwende einen vom damaligen deutschen Zeitgeist unabhängigen Geschmack. Sie erwarben Meisterwerke der seinerzeit verpönten französischen Avantgarde. Diese Ankäufe bestärkten die junge Generation in ihrem Aufbruch zur Moderne und legten den Grundstein für den deutschen Expressionismus.