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Gauguin, van Gogh bis DalíEnglish Summary |
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1902 gründete Karl-Ernst Osthaus in Hagen ein Museum für seine Sammlung moderner Kunst. Mitten im Ruhrgebiet öffnete er ein Haus, das er programmatisch Folkwang, also Halle des Volkes, nannte und das seit 1922 in Essen beheimatet ist. Der aus einer wohlhabenden Bankiersfamilie stammende Ästhet begann seit 1901 moderne Kunst in großem Umfang zu sammeln. Beraten von Henry van de Velde erlaubte sich Osthaus wie gleichzeitig Hugo von Tschudi in Berlin und München oder Harry Graf Kessler in Weimar einen vom wilhelminischen Zeitgeist unabhängigen Geschmack und erwarb seit der Jahrhundertwende Bilder von Renoir, Gauguin, van Gogh, Cezanne, damals weitgehend unbekannten und überdies in Deutschland als Franzosen verpönten Künstlern, und brachte von seinen Reisen auch Zeugnisse außereuropäischer Kulturen mit. Ernst Gosebruch, erster Direktor des Museum Folkwang in Essen, setzte von 1922 bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten diese mutige Ankaufspolitik seines Vorgängers fort und gab damit der deutschen Avantgarde wichtige Impulse. Dieses erste Museum der Moderne erlitt unter den Nationalsozialisten große Verluste: über 1000 Werke wurden als »Entartete Kunst« beschlagnahmt. Durch engagierte Rückkäufe nach dem zweiten Weltkrieg und die Weiterführung der Sammlung in die Kunst der Gegenwart gehört das Folkwang bis heute zu den führenden Häusern der Moderne. Mit der großen Ausstellung in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung wird ein wesentlicher Teil dieser sensationellen Sammlung aus dem bedeutendsten Museum des Ruhrgebiets nun auch in Süddeutschland vorgestellt. Vom 10. September 2004 bis zum 9. Januar 2005 lässt sich an fast zweihundert hochkarätigen Werken von Monet, Renoir, Rodin über Cezanne, Gauguin, van Gogh zu Picasso und Beckmann, von Nolde, Kirchner, Lehmbruck über Kandinsky, Marc, Macke bis zu Magritte, Miró, Dalí und vielen anderen die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts nachvollziehen. Der Sammler Karl-Ernst Osthaus, der mit seiner Vision, die Kunst zum Volk zu bringen, den Grundstein für dieses spektakuläre Museum der Moderne in Hagen und Essen legte, wird ähnlich wie seinerzeit Hugo von Tschudi bei der Ausstellung in Berlin und München im Zentrum stehen. Ausgehend von den Impressionisten in Frankreich über die sogenannten Väter der Moderne bis zu Kubisten und Fauves erkennt man deren Einfluss sowohl auf den deutschen Expressionismus wie auf die abstrakten Tendenzen des Bauhauses, des Konstruktivismus und den Surrealismus. Besonders reizvoll ist dabei, dass durch die Nachbarschaft zu den Münchner Pinakotheken das Folkwang in einen neuen Dialog treten kann und der Aufbruch zur Moderne in allen Facetten nachvollziehbar wird. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit farbigen Abbildungen aller ausgestellten Werke im Hirmer Verlag, München, der in der Ausstellung 25,- Euro kostet. Die Ausstellung wird von einer Vortragsreihe begleitet. Öffnungszeiten, Preise, Anfahrt, Führungen, Café, Shop... Faltblatt |
English SummaryFolkwang: the First Museum of Modern ArtGauguin, van Gogh to Dalí In 1902, Karl Ernst Osthaus founded a museum in Hagen for his collection of modern art. In the middle of an industrial area, he opened a place which he named ‘programatic Folkwang', i. e. the people's hall, which has been based in Essen since 1922. At the same time as Tschudi in Berlin and Munich and Kessler in Weimar, Osthaus developed a taste independent of the Wilhelminian zeitgeist. From the turn of the century onwards, he collected pictures by Renoir, Monet, Gauguin and van Gogh, who were to a great extent unknown and as French artists were frowned upon in Germany at this time. Osthaus also brought evidence of non- European cultures back home from his travels. This first museum of modern art gave the German avant-garde an important impetus.The exhibition in the Kunsthalle will now present a substantial part of this sensational collection in southern Germany. Starting with the French Impressionists, to the so-called fathers of modern art, the Cubists and Fauves, one is able to realise their influence on German expressionism as well as on abstraction and surrealism. With nearly two hundred exquisite pictures e. g. by Monet, Renoir, Rodin and Cezanne, Gauguin, van Gogh, Picasso, Beckmann, Nolde, Kirchner, Lehmbruck, Kandinsky, Marc, Macke, Magritte, Miró, Dalí, the development of art in the 20th century is made clear. 10th September 2004 to 9th January 2005 Flyer Opening hours, admission, location, guided tours, Café, Shop, ... Lessons accompanying the exhibition (in German) |