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Emil Nolde Tänzerin in rotem Kleid, 1910 Aquarell und Tusche/Japanpapier, 34,8 x 28,8 cm Kunsthalle in Emden, Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo © Nolde-Stiftung Seebüll |
Henri Nannen ist in Deutschland bekannt als
Gründer und langjähriger Chefredakteur des
STERN. Gemeinsam mit seiner Frau Eske errichtete er 1986 in Emden, ihrer beider Heimatstadt an
der Nordsee, »eine lebendige Begegnungsstätte
zwischen Bürgern und Bildern«. Nannen wollte
seine Leidenschaft für die Kunst mit der Öffentlichkeit teilen und stiftete daher nicht nur seine
umfangreiche Sammlung mit Werken von der
klassischen Moderne bis zur Kunst der Gegenwart, sondern wendete sein gesamtes persönliches Vermögen auf, um die Kunsthalle in Emden
zu bauen. Der Schwerpunkt seines Kunstinteresses lag einerseits in expressiven Ausdrucksformen, andererseits in einem magisch-realistischen Blick. So knüpfen an die Meisterwerke von
Künstlern der ''Brücke« und des »Blauen Reiter«
gestische Arbeiten der Zeit nach 1945 an. Neben
den großen Vertretern des »Informel« liegt in
Emden ein besonderer Akzent bei den Künstlern
der Gruppen »Cobra« und »Spur«, was auf die
großzügige Schenkung des Münchner Galeristen
Otto van de Loo zurückgeht, der vierzehn Jahre
nach Eröffnung Teile seiner Sammlung an die
Kunsthalle in Emden angliederte. Neben diesen
verschiedenen Spielarten des Expressiven interessierte sich Nannen jedoch auch stets für den
Realismus, der sich bei Künstlern wie Kolbe,
Scharl oder Radziwill ebenso findet wie im
großen Block russischer Malerei aus der Zeit der
Perestroika, die der Sammler kurz vor und nach
dem Fall des Eisernen Vorhangs für sich entdeckte. Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung stellt
mit über 100 Gemälden, Papierarbeiten und
Skulpturen erstmals diese von persönlicher Leidenschaft geprägte Sammlung in München vor. Öffnungszeiten, Preise, Anfahrt, Führungen, Café, Shop... Faltblatt Begleitprogramm Audio-Tour |
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